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Agiles Projektmanagement

Agiles Projektmanagement

Die Digitalisierung verändert die Arbeitswelt durch agiles Projektmanagement so stark, dass neue Leitbilder für die Arbeitswelt gebraucht werden. Viele Projekte sind heute komplexer, durch die neuen Anforderungen von Kunden, Technologien und neuen Rahmenbedingungen, wie z.B. Datenschutz. Früher waren Führungskräfte in erster Linie dafür zuständig, Mitarbeiter zu motivieren und langfristig gesteckte Zielvorgaben zu erreichen. Heute sind Führungskräfte mit ständig wechselnden Anforderungen konfrontiert, für die Sie schnell passende Lösungen finden müssen. Klassische Management-Konzepte halten diesen Anforderungen nicht stand, weil sie zu langsam, zu starr und zu unflexibel sind.

Inhaltsverzeichnis

Was ist agiles Projektmanagement?

Bei der Akademie zur Digitalisierung unterscheiden wir zwischen zwei Arten von Projektmanagement, die im Grunde aber aufeinander aufbauen – das klassische Projektmanagement und das agile Projektmanagement.

Agiles ProjektmanagementKlassisch heißt, dass im Projektmanagement Vorgänge für ein Projekt im Unternehmen abgestimmt und ein systematischer Ablauf für alle Beteiligten geschaffen wird. Ein Projekt wird demnach definiert, durchgeplant, gesteuert und zum Abschluss gebracht. Oft gibt es extra Projekt-Manager für diese Aufgaben, bei denen auch alles zusammenläuft.

Agiles Projektmanagement meint hingegen Prozesse aufzubrechen und dynamischer zu arbeiten. Starre Strukturen und lange Abstimmungswege werden hinterfragt und Flexibilität ist gewünscht, um Änderungswünsche schnell umzusetzen. „Agil“ betont die positiven Aspekte, wie weniger Planungs- und Führungsintensität zugunsten schneller Umsetzung, hoher Flexibilität und mehr Eigenverantwortlichkeit.

Agiles Projektmanagement setzt an der Stelle an, wo viele klassische Management-Systeme vermehrt auf Probleme stoßen.

  • Veraltete Führungskonzepte sind meist viel zu langsam und rigide, um in einem hohen Tempo Ziele zu erreichen.
  • Agiles Management will auf Änderungen und neue Rahmenbedingungen in kürzester Zeit reagieren.

Entscheidungen sollen nicht erst durch eine endlose Bürokratie via Top-Managaement laufen, sondern schnell und flexibel in Teams getroffen werden können. Agiles Management will Entwicklungen vorab erkennen und proaktiv handeln. Damit gewinnen Unternehmen Vorsprung vor der Konkurrenz, denn wenn man vorzeitig auf Veränderungen reagiert, gewinnt man Vorreiter-Positionen.

Wann eignet sich agiles Projektmanagement?

Zwei Zustände beschreiben die heutige Arbeitswelt durch den Einfluss der Digitalisierung – Flexibilität und Komplexität. Arbeitsprozesse verlangen mehr flexibilität, werden daruch aber gleichzeitig komplexer. Entwicklungszyklen sind schneller, Kundenanforderungen höher und ebenso haben sich die Anforderungen an den Arbeitsalltag verändert, mit Home Office, digitalen Möglichkeiten, Echzeit-Kommunikation und auch hier flexiblere Gestaltung. Daher ist es wichtig aus starren Management-Prozessen auszubrechen und agilere Methoden zu wählen.

Was ist eine agile Methode?

Agiles Management gibt es Rahmen für Projekte vor, in dem die Arbeitsteilung und Entstehungsprozesse freier verteilt werden können. Mitarbeiter bekommen mehr Eigenverantwortung, wodurch sich im Bestfall die Motivation und Kreativität erhöhen.

Daily und Task Board sind die meist verbreitesten agilen Methoden in Unternehmen. Daily meint ein tägliches kurzes Meeting mit allen nötigen Projekt-Mitgliedern, damit alle den aktuellen Stand haben. Das Task Board ist eine Übersicht, oft digital, über alle Aufgaben eines Projekts. Via agilen Methoden, wie Kanban oder Scrum, können die Aufgaben auf flexiblere Art und auch phasenweise verteilt werden.

Wie gelingt agiles Projektmanagement?

Schwierigkeiten gibt es oftmals bei der Umsetzung eines agilen Projektmanagements. Nur, wenn die nötigen Voraussetzungen geschaffen werden und sowohl im Management als auch bei den Mitarbeitern ein Umdenken stattfindet, ist agiles Management erfolgreich.

Agiles Projektmanagement kann starre Organisationen, durch flexible Modelle ersetzen, die dem ständigen Wandel gewachsen sind und auf jede noch so kurzfristige Veränderung vorbereiten. Damit das funktioniert, müssen jedoch einige wichtige Spielregeln im Unternehmen etabliert werden.

  1. Vertrauen ist eine wichtige Basis für agiles Projektmanagement. Jeder Mitarbeiter sollte das Vertrauen genießen, eigenständige Entscheidungen zu treffen und selbstständig zu handeln, anstatt immer nur auf Anweisungen von oben zu warten. Führungskräfte im agilen Management benötigen neue Rollen zur Identifikation. Sie werden zum Berater und Coach für ihre Mitarbeiter.
  2. Kommunikation: Auf Veränderungen können Teams nur dann richtig reagieren, wenn alle Beteiligten jederzeit vollkommen informiert sind, welche Erwartungen und Ziele zu erfüllen sind. Wenn z. B. ein Kunde seine Meinung über das Design ändert, muss sofort ein Austausch stattfinden, um eine Lösung zu entwickeln. Deshalb sind Sprints erforderlich.
  3. Fehlerkultur: Agiles Management macht es erforderlich, Probleme offen anzusprechen – von Führungskräften und Mitarbeitern. Nur ein offener Umgang damit macht es möglich, veraltete Denkmuster zu hinterfragen und zu erneuern. In vielen Unternehmenskulturen ist es verpönt, seine Probleme zu teilen, weil man damit Schwäche verbindet.
  4. Flache Hierarchien: Lange Entscheidungswege sind heute kaum noch praktikabel. Gerade im Dienstleistungsbereich wollen Menschen schnelle Hilfe für Ihre Anliegen – und nicht darauf vertröstet werden, dass sich irgendjemand in den nächsten Tagen oder Wochen vielleicht einmal melden wird.
  5. Kurze Umsetzungszyklen: Heute reicht es nicht aus, sich erst am Schluss Gedanken darüber zu machen, ob das Ergebnis den Kunden- bzw. Markt-Erwartungen entspricht. Kurze Umsetzungszyklen sind ein Kernelement im agilen Management, um Entwicklungen regelmäßig zu überprüfen und um Projekte flexibel in die gewünschte Richtung zu steuern.
  6. Delegieren: Im klassischen Management leiden Führungskräfte unter einem Kontrollzwang. Sie wollen alles kontrollieren und am liebsten jede Aufgabe selbst übernehmen. Dabei geht jedoch viel Zeit verloren und die Fähigkeiten der Mitarbeiter werden nicht genutzt, die oftmals viel bessere Fähigkeiten für die Aufgaben haben. Deligieren ist deshalb ganz wichtig.

Anfrage zur Weiterbildung

Agiles Management wird in der Digitalisierung immer relevanter. Es braucht die richtige digitale Kompetenz, damit alle Mitarbeiter abgeholt werden und an einem Strang ziehen. Dazu kann so die Effizienz im Unternehmen gesteigert werden. Qualifizierte digitale Weiterbildungsangebote sind noch rar am Markt. Hier bietet die Weiterbildung der Akademie zur Digitalisierung ein hochwertiges Angebot, das die vorhandenen digitalen Kompetenzen und Talente von Mitarbeitern und Führungskräften fördert. Die Weiterbildungen zur Digitalisierung beflügeln die eigene Karriere und wirken als Booster in der digitalen Wirtschaft.

Informiere Dich über die Akademie zur Digitalisierung: Nimm Kontakt auf!

Kontaktanfrage

Bei Interesse an einem Training für agiles Projektmangement schreib uns eine Nachricht.

Dr. Claudia Hilker

Gründer und Inhaber: Akademie zur Digitalisierung