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Was sind inkrementelle und disruptive Innovationen?

Innovationsmanagement ist ein wichtiger Erfolgsfaktor in der digitale Transformation für Unternehmen, denn nur durch Innovationen kann man sich von Mitbewerbern am Markt erfolgreich differenzieren und sich einzigartig und hochwertig positionieren. Innovationen können neue Geschäftsmodelle, Produkte und Services bereichern durch neue Technologien, Nutzwerte oder andere Vorteile wie Kostenersparnis.

Inkrementelle versus disruptive Innovationen

Der Begriff der disruptiven Innovation geht auf Prof. Clayton M. Christensen (Harvard Business School) und sein Buch „The Innovators Dilemma“ (1995) zurück. Der Begriff steht im Abgrenzung zur inkrementellen Innovation. Manchmal wird auch zwischen revolutionäre und evolutionäre Innovation unterscheiden.

  • Bei der inkrementellen Innovation wird eine bestehende Technologie oder ein existierendes Produkt verbessert, z.B. effizienter oder günstiger. Meistens werden einige weitere Anforderungen erfüllt und neue Eigenschaften hinzugefügt.
  • Disruptiven Innovationen verändern die Spielregeln am Markt oder im Nutzungsverhalten. Interessanterweise wird die Disruption manchmal gar nicht durch wirklich neue, sondern bekannte Techniken ausgelöst.

Beispiel Lindt für inkrementelle Innovationen

Bei Lindt handelt es sich um eine erhaltende Produkt-Innovation, also leichte Veränderungen.Damit können neue Kaufanreize für Stammkunden geschaffen werden. Zudem können mit den neuen Geschmacksausrichtungen neue Kunden gewonnen werden, z. B. mit DIVA eine Schokolade für anspruchsvolle außergewöhnliche Kunden. Oder mit „Hello Lindt“, eine Schokolade für junge, moderne und flippige junge Zielkunden mit auffällig buntem Design.

Disruptive Innovationen bei Apple

Die folgende Story macht deutich, wie wichtig die aktive Innovationskommunikation ist. Jeder denkt, Apple habe den iPod erfunden, weil es kommunizierte, siehe Wikipedia. Der eigentliche Erfinder Kane Kramer, der bereits 1979 den Vorläufer des iPod entwarf, hat daran kein Geld verdient. Selbst die Lorbeeren dafür erhielten andere: Hardware-Entwickler Tony Fadell und Designer Jonathan Ive, siehe Wikipedia.

Im Rahmen eines Rechtstreits erkennt Apple erst 2008 die Beweise an, die Kane Kramer als wahren Erfinder des iPod bestätigen. Obwohl Apple den Briten als Urheber des iPods anerkannt hat, erhielt Kramer lediglich nur eine Beratungsgebühr. Der Erfinder bekam erst spät seine Entschädigung für seine Rechte, siehe Computerwoche Beitrag.

Steve Jobs hat Innovationskommunikation eingesetzt und damit der Marke, den Produkten und den Machern einen gigantischen Marktvorteil in der Positionierung verschafft, der sich in hohen Margen profitabel ausgezahlt hat. Den wahren „iPod-Erfinder“ erkennt Apple erst spät an. Apple hat den Engländer Kane Kramer erst im Rahmen eines Patentrechtstreits als Schöpfer des trendigen MP3-Players bestätigt. Unvorstellbare 163 Millionen iPods hat Apple verkauft, seit Firmenchef Steve Jobs das Gerät 2001 vorgestellt und viele Milliarden Dollar damit verdient hat.

Apple Beispiel: Erfolg im Innovationsmanagement

Appe hat mit seiner Innovationskommunikation neue neue Märkte und neue Zielgruppen und dieSpielregeln am Markt als Game Changer verändert. Die Produkt-Innovationen waren: keine austauschbare Akkus, begrenzter Speicher und keine Flash-Unterstützung. Stattdessen hat er auf auf hervorragende Benutzbarkeit gesetzt und eine geniale Kombination mit einem Ökosystem für App-Anbieter entwickelt. Apple Innovationserfolge: Apple war fünf Jahre lang die wertvollste Marke der Welt (laut Brand Finance Global 500 Report) mit einem Wert von 228,460 Milliarden US-Dollar (Millward Brown 2016).

Beispiel: Innovationsmanagement bei 3 M

Viele intelligente Problemlösungen machen 3M zu einem der innovativsten Unternehmen der Welt. Grundlage dafür ist eine ausgeprägte Innovationskultur sowie eine jährliche Investition von weit über einer Milliarde US-Dollar für Forschung und Entwicklung. Über 8.000 Forscher nutzen die 45 Basistechnologien für neue Erfindungen. Insgesamt ist 3M Inhaber von über 25.000 Patenten.

Mit innovativen Ideen motiviert 3M seine Mitarbeiter. Schon früh hat 3M bereits erkannt, wie wichtig laufende Innovationsförderung ist und diese mit der 15-Prozent-Regel fest im Unternehmen verankert. Diese Regelung bietet Forschern und Entwicklern Freiraum für Kreativität, in der Innovationen entstehen können: Dazu können sie 15 Prozent ihrer Arbeitszeit frei nutzen.

Innovationsmanagement

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